"Wilder Westen"

 Tag 1 - von Hamburg nach Las Vegas
    15 Monate mußten wir warten. Jetzt geht's endlich wieder los in den USA-Urlaub – allerdings ein bißchen früh...

    Nach wenig bzw. überhaupt keinem Schlaf klingelt um 5 Uhr der Wecker. Es bleibt gerade noch Zeit für einen flotten Morgenkaffee, einen kurzen Rundgang durchs Haus (Alle Fenster zu? Wirklich alles ausgeschaltet?) und die Verabschiedung von unseren Katzen. Und um kurz nach 6 fahren wir durch strömenden Regen zum Flughafen.

    Natürlich ist das Holiday-Parkhaus voll. Wir müssen auf ein anderes (teureres) Parkhaus ausweichen, immerhin sind wir dadurch mit dem Auto näher am Terminal. Wir haben Glück beim Einchecken – um diese Uhrzeit sind noch wenig Leute da, wir bekommen die erhofften Plätze hinter der 1. Klasse (Reihe 8).

    Beim Security-Check muß ich noch flott den kompletten Foto-Rucksack auspacken, immerhin bleibt es uns erspart, jedes einzelne Gerät auch noch einzuschalten.

    Kurz nach 8 marschieren wir in den Flieger. Das Teil (Boeing 757-200) ist echt winzig für so einen Transatlantik-Flug. Die Sitze sind eng, wenigstens haben wir halbwegs Beinfreiheit. Dafür sitzt neben uns ein (indischer?) Vater mit dem vermutlich nervigsten Kind, das für diesen Flug aufzutreiben war.  Immerhin schläft es nach einigem Herumgequengele relativ flott ein – dummerweise benutzt es mich zwischendurch immer wieder als Kopfkissen…


    Continental Airlines

    Nicht unsere Maschine, die stand nebenan.


    Was gibt’s sonst noch so über Continental zu berichten? Blöde Filme (Fever Pitch, amerikanisch auf Baseball umgemodelt) auf Mini-Bildschirmchen, die aus der Decke klappen, mieses Essen (naja – wenn man Hunger hat…), immerhin ist das Personal ganz freundlich.

    Die meiste Zeit über sehen wir nur Wolken, zwischendurch mal die kanadische Küste und nach gut 8 ¼ Stunden endlich die Skyline von New York.


    New York

    Ein bißchen verwackelt (es ruckelte etwas beim Landeanflug), aber man kann es erkennen.



    In Rekordzeit, knapp 5 Minuten, geht’s durch die Immigration – diesmal mit Foto und Fingerabdrücken. 2 Stunden Zeit bis zum Weiterflug, das sollte doch locker noch für ne Zigarettenpause reichen. Pustekuchen! Fast eine Stunde warten wir auf die Koffer, nur um sie dann 500 Meter weiter zu ziehen und auf das Transportband zum nächsten Flieger zu stellen.

    Wir werden immer grantiger und hektischer – was dazu führt, dass ich dann auch noch beim nächsten Sicherheitscheck meine Uhr verliere…

    Es stellt sich dann raus, dass die ganze Hektik völlig unnötig war: Der Vegas-Flieger hat ne halbe Stunde Verspätung! Der gleiche Flugzeugtyp wie vorher, diesmal steckt man uns mitten in einen Kegelclub, der auch noch zu blöd ist, die Sitz-Nummerierung zu entschlüsseln. Nach hektischen Getausche der Plätze hat sich dann aber irgendwann alles beruhigt…

    Kleines Highlight vor dem Abflug: Irgendeiner der Sicherheits-Typen hat meine Uhr noch zum Flieger gebracht – die hing anscheinend an irgendeinem fremden Rucksack fest. Wir verdrücken 'ne Tüte NicNacs und ein (diesmal ganz leckeres) Sandwich, überfliegen die roten Felsen und Schluchten der Canyonlands und setzen schließlich, nach 4 ½ Stunden, in Vegas auf.


    Ankunft

    Endlich angekommen - ganz schön leer hier...


    Bevor wir das Gepäck holen, gibt’s erstmal eine Zigarette – die erste seit gut 15 Stunden.

    Der Avis-Shuttlebusfahrer brabbelt dann noch irgendwas von nem Airport-Schalter, wir verstehen nur die Hälfte, nicken aber fleißig. Avis hat leider keine Choice-Line, wir bekommen trotzdem ein prima Auto: Ford Taurus mit viel Leder, Elektrik, Sonnendach, 2 Beulen in den Türen und Leberwurst-Lackierung.


    Der Ford

    Leider nicht am Flughafen aufgenommen - da haben wir's vergessen...



    Auf zum Luxor – und schon auf der kurzen Fahrt staunen wir zum x-ten Mal über die gigantischen Hotels und grinsen uns an – Wir sind im Urlaub!

    Luxor-Parkhaus ist voll, hier in Vegas ist anscheinend gerade die Hölle los. Aber auf dem oberen Deck finden wir noch was, lassen uns ein feines Upper-Level-Zimmer im 2. Stock geben, pfadfindern uns durch bis zum East Tower und finden das Zimmerchen echt klasse! Recht geräumig, mit Säulen-Schrank, ägyptischen Bildern, lustigen Glas-Sachen an den Lampen.


    Luxor

    Endlich am Luxor angekommen.



    Nummer

    Das Zimmer von außen.



    Zimmer

    Das Zimmer von innen...



    Schrank

    ...ein Schrank mit Säulen...



    Lampe

    ...und eine Lampe mit netten Verzierungen.



    Wir könnten zwar direkt ein Schläfchen machen, wollen aber doch noch flott gegenüber in der Cheesecake-Factory nen Happen essen. Problem: Die Factory ist nicht gegenüber – die ist eigentlich nirgendwo. Also wandern wir noch tapfer gefühlte 150 km den Strip runter bis zum Outback, vertilgen die ersten (aber bestimmt nicht letzten) Portionen Steak und Ribs, schnappen uns ein Taxi zum Hotel und sinken in die Falle.





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